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Teilnehmende gründen Selbsthilfegruppe

Rehapro V-I-T Teilnehmende gründen Selbsthilfegruppe

Es gibt Menschen in der Betreuung der Jobcenter, die nicht nur Hilfe bei der Anbindung an den Arbeitsmarkt benötigen, sondern Unterstützungsbedarf bei Suchtproblemen, einer psychischen Erkrankung oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen haben. Das Kommunale Jobcenter Kreis (KJC) Groß-Gerau und das Jobcenter Darmstadt haben deshalb gemeinsam das Projekt V-IT (Vernetzung-Interaktion-Teilhabe) ins Leben gerufen.

Insbesondere SGB-II-Leistungsberechtige mit psychischen Erkrankungen und Suchtproblemen werden hier eng betreut, um die Chancen auf gesellschaftliche und berufliche Teilhabe zu verbessern. Gefördert wird das Projekt aus dem Bundesprogramm rehapro, das auf innovative Strategien setzt, die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu stabilisieren.

Individuelle Betreuung mit dem Fokus auf der gesundheitlichen Stabilität der freiwillig Teilnehmenden soll der Schlüssel zum Erfolg der zu betreuenden Zielgruppe sein. Eigens hierfür haben die Jobcenter interdisziplinäre Teams mit unterschiedlichen Professionen ins Leben gerufen. So soll eine ganzheitliche Betreuung und Begleitung aus einer Hand in der 12-monatigen Teilnahmephase sichergestellt werden. Dabei werden die Bedürfnisse der Zielgruppe als Ausgangspunkt aller Aktivitäten genommen.

Ein weiterer Kernpunkt bei der gesundheitlichen Stabilisierung ist die Anbindung an das im Sozialraum bereits vorhandene Hilfsangebot. Eine sehr gute Kooperation ist hierbei zwischen dem Projekt V-I-T und den Paritätischen Projekten gGmbH mit den Selbsthilfebüros an den Standorten Groß-Gerau und Darmstadt entstanden. So unterstützen Frau Duscha und Frau Schär an den jeweiligen Standorten die Projektteams durch Informationsveranstaltungen zur Selbsthilfe für die Teilnehmenden vor Ort, beraten Teilnehmende bei der Suche nach geeigneter Selbsthilfe oder begleiten gar Teilnehmende aus dem Projekt eine eigene Selbsthilfegruppe zu gründen.

In Groß-Gerau gelang es fünf Teilnehmenden während der Projektlaufzeit nicht nur sich gesundheitlich zu stabilisieren, sondern auch neue soziale Kontakte zu knüpfen. Um diese Kontakte auch nach ihrer Teilnahmedauer bei rehapro V-I-T weiter zu pflegen, haben die fünf Teilnehmenden mit Unterstützung des Kooperationspartners Paritätische Projekte gGmbH, in Form der Selbsthilfebüros, eine eigene Selbsthilfegruppe gegründet. Das erste Treffen fand im Juli 2023 mit Unterstützung von Frau Duscha, Leiterin des Selbsthilfebüros Groß-Gerau, statt.

Die Beteiligten treffen sich jeden Montag in der Zeit von 10 bis 12 Uhr im Selbsthilfebüro der Paritätischen am Markt Groß-Gerau, um sich durch den gegenseitigen Austausch weiter zu stützen sowie ihre gesundheitlichen Situationen weiter zu fördern. Dieser Austausch wird von den Beteiligten als so positiv wahrgenommen, dass in Erwägung gezogen wird, ein zusätzliches zweites wöchentliches Treffen im Onlineformat abzuhalten. Es handelt sich um eine geschlossene Gruppe, welche ausschließlich ehemaligen und aktiven Projektteilnehmenden die Möglichkeit der Für- und Nachsorge innerhalb des Projektes sowie eine Erfahrungs- und Austauschplattform bieten soll.

Darüber hinaus unterstützen Frau Duscha und Frau Schär die Projektstandorte mit ihrer Expertise in den Steuerungsgruppen. Die Steuerungsgruppe besteht aus den wichtigsten sozialen und karitativen Akteuren im jeweiligen Einzugsgebiet. Es stellt ein Beratungsgremium des Projektes dar, welches Insbesondere mit Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung im Sozialraum bei der zu betreuenden Zielgruppe und der Ausgestaltung von Verstetigungsprozessen dem Projekt zur Seite steht.

Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben

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